How-Tuesday: Muttertags-DIY mit Julia von Mammilade

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Foto von Mammilade

Man könnte jetzt sagen: Für mich ist jeder Tag Muttertag und pf, wer braucht schon ein Datum um daran erinnert zu werden, was Mutti jeden Tag Tolles für mich wuppt. Aber hier möchten wir gegen halten und leise rufen: „Ja – aber ist doch auch schön, dass es einen ganzen Tag gibt, der ganz sicher und ganz alleine der Königin der Familie gewidmet ist!“. Damit Mama aber nicht in die Bredouille kommt, wie lange sie den Salzteig-Anhänger oder das getöpferte Einhorn denn mindestens aufheben muss, ohne unsere Gefühle zu verletzen hat Julia vom Blog Mammilade sich für uns etwas schön Schlichtes ausgedacht, das garantiert jeder Mutter gut gefällt!

Julia ist verheiratet, Zweifachmama, Flohzirkusdirektorin, Ruhrpottkind, Inselfreundin, Kakaotrinkerin und Vielseitigkeitsbloggerin. Sie bloggt, um all das Schöne, Inspirierende, Kleine & Große, Kreative, Leckere, Besondere & Alltägliche, einfach Umzusetzende und Nachdenkenswerte festzuhalten und zu teilen.

DIY-Baumdruck als Geschenkidee

Material

* Scheiben von einem Baumstamm
* Schmirgelpapier oder Handschleifgerät
* Gasbrenner (oder einen Crême Brulée Brenner)
* Tinte oder auch schwarzer Tafellack
* Drahtbürste, Lackrolle, Papier, Löffel

Anleitung

Die trockenen Baumstamm-Scheiben werden zunächst komplett glatt geschliffen, um alle Sägespüren zu beseitigen und um eine recht eben Fläche zu bekommen.
Dies geschieht mit groben und feinem Schmirgelpapier und viel Muskelkraft, oder ihr habt Glück, und euch steht ein elektrisches Handschleifgrät zur Verfügung.
Achtet darauf, dass ihr für den späteren Druck die Rinde beim Schleifen nicht zerstört.

Wenn die Oberfläche schön glatt geschliffen wurde, kommt der für mich spannendste Teil: Das Abflämmen der Oberfläche der Holzscheibe. Hierfür nimmt man einen Gasbrenner und brennt auf einer feuerfesten Unterlage aus kurzer Entfernung mit kleiner, heißer Gasflamme die Oberfläche des Holzes ab. Die Oberfläche soll ruhig richtig schwarz werden. Warum das Ganze? Um die Struktur der Jahresringe herausarbeiten zu können, die ihr benötigt, um damit drucken zu können. Denn – da kommt einem das fast vergessene Biologie-Wissen zu Gute: Durch die hohe Hitze wird das weichere, lockere Frühholz zwischen den harten, dichteren Jahresringen herausgebrannt. Richtig schön schwarz und verkohlt darf die Scheibe werden. Keine Scheu!

Nun wird mit einer harten Drahtbürste das verkohle Frühholz herausgebürstet,
so dass die Jahresringe, also das Spätholz, ganz toll sicht- und spürbar werden.
Mit ein wenig Druck geht das ganz einfach – mein großer Mini hatte daran viel Freude.

Mit einer feineren Bürste und einem Tuch werden nun Staub und auch der Rest des Rußes entfernt, um die Baumscheibe einsatzbereit für den Farbauftrag zu machen. Hierfür nehmt ihr am besten eine Lackrolle, die eine glattere Oberfläche hat.

Ich habe für meine Varianten verschiedene Farben ausprobiert: Mit Acrylfarbe funktioniert es nicht, aber mit Tinte und schwarzem Tafellack, den ich noch im Schrank hatte, klappt
das Drucken ganz hervorragend. Achtet darauf, die Rolle gut abzustreichen, denn ihr benötigt nur einen dünnen, aber sehr gleichmäßigen Farbauftrag. Bei zu viel Farbe
sind die Baumringe nicht mehr so schön sichtbar.

Wenn die Farbe auf der Scheibe ist, solltet ihr recht fix arbeiten, denn die Farbe trocknet recht schnell und könnte das Papier am Holz festkleben lassen. Gebt das Papier vorsichtig auf die Scheibe – achtet auf die gewünschte Positionierung des Motivs – und fahrt mit dem Rücken des Löffels kräftig über das Papier, so dass sich die Farbe gut übertragen kann.

Solltet ihr auch ein Herz als Motiv wünschen, so schneidet
ihr euch vorher eine Schablone zurecht, liegt diese auf die Farbe und dann erst das
Papier, auf dem der Druck zu sehen sein soll.

Wie ihr seht, musste ich mich auch erst ein wenig in das Drucken hineinfuchsen.
Aber schön zu sehen, wie unterschiedlich die Ergebnisse jedes Mal sind.

Ganz klassisch kann man diese Drucke nun hinter Glas und in einem Bilderrahmen an die Wand bringen. Wenn es mal etwas „weniger“ sein darf, bieten sich diese magnetischen Posterleisten ganz wunderbar an. Meine sind von Studio Nahili, die ich via EtsyDE bezogen habe. Noch leichter schaut das Aufhängen mittels dieser Klemmen mit Loch aus, die man an einem Nagel oder mit einer Heftzwecke (für leichtes Papier) an der Wand befestigen kann. Verschiedene Ausführungen dieser Klemmen findet man auch zum Beispiel HIER bei EtsyDE.

Eine dritte Idee ist, den Druck per Klebeband oder Klemmen auf der Rückseite eines Keilrahmens anzubringen. Für was auch immer ihr euch entscheidet: Versucht es mal! Das DIY bringt wirklich Freude. Zugegeben: Es schaut erst recht einfach aus, ist dann doch mit manchen Arbeitsschritten verbunden, aber schlussendlich ist es wirklich gut und machbar umzusetzen.

Viel Freude damit!

Hier findet ihr Inspiration zu Muttertag auf Pinterest:

Bis bald!

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