Verkäuferporträt: DearPumpernickel

Etsy.com handmade and vintage goods

Foto von DearPumpernickel

Mein Name ist Catherina vom Etsy-Shop DearPumpernickel und ich male sehr zarte Aquarelle von Vögeln und anderen Tieren, in denen ich versuche, die Seele dieser Wesen sichtbar zu machen.

Ich habe meinen Shop dearpumpernickel bei Etsy im Jahre 2010 eröffnet, also bereits vor 7 Jahren. Ein wenig später folgte dann mein zweiter Etsy-Shop, dearcatherina, mit etwas melancholischeren, häufig fast monochromen Bildern.

Zum Zeitpunkt meiner Shop-Eröffnung hatte ich gerade mein Master-Studium der freien Künste in London abgeschlossen. Ich hatte dort auch zum ersten Mal von Etsy gehört und war gleich begeistert und überzeugt, dass es etwas für mich sein könnte. In London hatte mir die Basis gefehlt, bei den Immobilienpreisen dort war ich in ständiger Fluktuation und blieb nie lange an einem Ort, auch konzentrierte ich mich in meinem Studium sehr stark auf meine großformatigen Installationsarbeiten. Sobald ich aber entschieden hatte, in meine Heimatstadt Hamburg zurückzukommen und eine kleine, hübsche Wohnung gefunden hatte, war einer meiner ersten Schritte in die künstlerische Selbstständigkeit die Eröffnung meines Etsy-Shops. Ich konzentrierte mich nun (zunächst in Ermangelung eines Atelierplatzes, dann aus Begeisterung für das Medium) zunehmend auf die Aquarellmalerei und langsam füllte sich mein Shop mit immer neuen zarten Wesen.

Meine Inspiration kommt überwiegend aus der Natur und von den Tieren, die ich sehr liebe. Ich bin berührt von zerbrechlichen Dingen und fühle mich sehr zu ihnen hingezogen, schon meine Installationsarbeiten waren trotz ihrer Größe von sehr fragiler Natur. Mich interessiert die Seele in den Dingen, das Temporäre, aber auch das, was bleibt, wenn die Materie zerfällt. In meiner Malerei bin ich am glücklichsten mit den Bildern, die kaum da sind, die mit ein paar Pinselstrichen das Wesentliche beschreiben.

Ich lebe nach langem Studien-und Arbeitsaufenthalt in London nun wieder in meiner Heimatstadt Hamburg, die ich sehr liebe. Meine Bilder (vor allem Drucke und Grußkarten) sind hier im Museumsshop der Hamburger Kunsthalle zu bekommen sowie in weiteren ausgewählten Läden. Auch nehme ich jedes Jahr an diversen Märkten teil, auch hier muss für mich der Zusammenhang mit meinen Bildern unbedingt stimmen.

Mein Arbeitsplatz befindet sich in einem Teil meiner schönen, hellen Wohnung – für die Malerei brauche ich nicht sehr viel Platz, von hier aus verpacke und versende ich auch alle Etsy-Bestellungen. Mein Arbeitsplatz besteht im Prinzip aus nichts weiter als einem Tisch an einem großen Fenster mit viel, viel Licht, Pinseln und Farben…natürlich habe ich eine kleine Packstation und Schubladen, um Bilder und Drucke sicher und flach aufzubewahren, all dies ist aber sehr überschaubar und simpel, so wie ich es am Liebsten mag.

Wenn ich nicht auf Etsy verkaufe und nicht male bin ich hauptsächlich mit meinem Hund beschäftigt, normalerweise auf langen Spaziergängen in und um Hamburg. River ist mein Ruhepol und gleichzeitig mein kleiner Spaßvogel. Er ist ein Hund aus dem Tierschutz und ich habe ihn in dem rumänischen Tierheim kennengelernt, in dem ich vor etwa einem Jahr einen mehrwöchigen freiwilligen Arbeitsaufenthalt absolvierte. Einige Stunden am Tag gehen auch in die Tierschutzarbeit, ich bin der Organisation, durch die ich River bekam, sehr verbunden und helfe dort bei der Vermittlung der unzähligen Hunde, die dort in Rumänien täglich in die Auffanglager kommen.

Etsy ist und war von Anfang an mein Sprungbrett in die Selbsständigkeit und wichtigste Vorraussetzung dafür, dass ich nun weitgehend von meiner künstlerischen Arbeit leben kann. Nicht nur habe ich durch Etsy eine weltweite Exposition meiner Bilder, auch haben die Ressourcen auf Etsy mich viel darüber gelehrt, was es bedeutet, freiberuflich tätig zu sein mit allem drum und dran – also auch mit den organisatorischen und finanziellen Aspekten, die eine Selbsständigkeit mit sich bringt. Durch Etsy habe ich auch die Möglichkeit, Auftragsarbeiten aus aller Welt anzunehmen; es berührt mich, wenn Menschen immer wieder zu meinen Bildern zurückkommen und regelrecht kleine Sammlungen aufbauen.

Die Drucke meiner Aquarelle, die in Zusammenarbeit mit einer ausgezeichneten Druckerei entstehen, sind auf hochwertigsten, säurefreien Künstlerpapieren gedruckt, mit lichtechten Tinten, die einige Jahrhunderte farbecht bleiben sollten – von meinen original Aquarellen einmal ganz abgesehen, von denen ich hoffe, daß sie von Generation zu Generation weitergegeben werden, ist es für mich ein Beitrag zur Nachhaltigkeit, Dinge zu erschaffen, die nicht für den schnellen Konsum gedacht sind, sondern ihre Zeit überdauern können. Ich arbeite mit Materialien, die es schon seit Jahrhunderten gibt und auch bei meiner Verpackung achte ich auf den Verzicht von Materialien, die nicht wiederverwertbar sind. Alles andere wäre für mich ein Wiederspruch in sich – zu sagen ich liebe die Natur und dann mehr als notwendig zu ihrer Zerstörung beizutragen. Ich möchte auch keinen Trends entsprechen sondern zeitlose Dinge erschaffen, auch dies hat für mich mit Nachhaltigkeit zu tun.

Ich möchte in 10 Jahren ein Haus mit Garten haben, in dem sich mindestens drei Hunde tummeln und in dem Garten eine Werkstatt, in der ich bildhauerische Arbeiten und Aquarellmalerei und viele, viele andere Medien nach Lust und Laune praktizieren kann…und damit weiterhin meinen Lebensunterhalt verdienen. Anspruchsvoll, ich weiss, aber dieses einfache und selbstbestimmte Leben wäre mein Ideal.

Im Moment ist mein Lieblingsplatz hier in Hamburg ein See in einem kleinen, innerstädtischen Moorgebiet, dem Eppendorfer Moor. Ich gehe mit meinem Hund von der lauten Hauptstraße in den kleinen, waldigen Weg hinein und bin plötzlich umringt von Bäumen, Vogelstimmen und dem Geruch von feuchter Erde. Ein kleines Paradies!

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