Verkäuferporträt: FamilieKleinerTiere

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Die Grafikdesignerin und Illustratorin Christiane Herrmann war auf der Suche nach tollen Bildern für das Kinderzimmer ihrer Tochter und wurde nicht fündig. Also griff sie kurzerhand selbst zu Stift und Papier.

Der Grundstein für ihre eigene Marke FamilieKleinerTiere war gelegt. Ihr Schreibtisch, damals noch im Kinderzimmer ihrer Tochter, steht heute in einer netten Bürogemeinschaft, in der sie einen wunderbar kreativen Austausch mit anderen Freiberuflern hat sowie genügend Platz zum Arbeiten, Verpacken und Lagern.

In ihrem Etsy-Shop findet man noch immer einige ihrer ersten Poster-Motive und Postkarten sowie individuelle Porträt-Illustrationen. Im Interview erfahrt ihr mehr darüber, wie Christiane Muttersein und Selbstständigkeit im Alltag miteinander vereinbart. Ihre kreativen Ideen gibt es in ihrem Shop FamilieKleinerTiere.

Wieviel Mut gehört dazu, sich als Mutter selbstständig zu machen?

Die Selbstständigkeit ist ein großer Schritt, man sollte aber auch nicht zu viel Angst davor haben. Gerade für Mütter gibt es, aufgrund der hohen Flexibilität, auch viele Vorteile. Man kann zum Beispiel arbeiten, wann immer es gerade passt.

Wie gut bekommst du Familie und Job unter einen Hut?

2005 gab es noch keine Kindergartenplätze für Kinder unter 3 Jahren. So blieb uns damals nichts anderes übrig, als Engpässe mit Tagesmutter und Babysitter zu überbrücken. Seit der Grundschule, die eine Ganztagsschule ist, geht es besser. Und wenn meine Tochter spontan krank wird, kann ich sie sogar mit ins Büro nehmen.

Welche Unterstützung würdest du dir für selbstständige Mütter wünschen?

Die Kinderbetreuung ist ein großes Thema. In Köln zum Beispiel ist es immer noch kompliziert, einen Kitaplatz im eigenen Viertel zu finden. Solche Unsicherheiten bis zur letzten Minute sollten Eltern doch erspart bleiben.
Wie stolz macht dich dein eigenes kleines Unternehmen?
Meine Marke FamilieKleinerTiere ist langsam immer weitergewachsen. Und darauf bin ich sehr stolz.

Kreativität braucht ja auch Zeit. Wann hast du die Ruhe, um dir neue Ideen für deine Produkte auszudenken?

Ideen halte ich meist als erste Skizzen in Notizheften fest. Dafür findet sich überall Zeit, ob beim Warten im Einwohnermeldeamt oder auf langen Auto- und Zugfahrten. Und was ich dann ausarbeite, kann ich selbst entscheiden.

Hast du eine Möglichkeit, deine Produkte irgendwo zu lagern? Mit kleinem Kind ist die Wohnung dafür vermutlich eher nicht geeignet, oder?

Tatsächlich habe ich angefangen im Kinderzimmer zu arbeiten. Mittlerweile habe ich aber eine nette Bürogemeinschaft mit anderen Designern und genug Platz zum Arbeiten, Verpacken und Lagern.

Welcher war dein schönster, kreativer Kauf im letzten Jahr?

Ein Print der Illustratorin Yelena Bryksenkova, deren Arbeiten ich sehr bewundere.

Was ist dein Lieblingsprodukt in deinem Shop?

Momentan mögen meine Kunden und ich mein Deutschland-Poster fürs Kinderzimmer am liebsten – viel Spaß beim Entdecken.

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Alle Fotos von  OhHedwig

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